Kurorten in Ungarn

Kurorte in Ungarn:

Der Kurort-Status wird an Ortschaften vergeben, die vom Staatlichen Volksgesundheits- und Amtsärztedienst für Kurort erklärt werden.

Für einen Kurort ist das Vorkommen von mindestens einem natürlichen, anerkannten Heilmittel wichtig, wie das Heilmittel des Wassers (Mineralwasser, Thermalwasser) oder des Bodens (Moor), des Klimas oder eine Heilhöhle bzw. sonstige Faktoren mit gesundheitsfördernder Wirkung. An den Kurorten sind die Bedingungen für Kurmitteleinrichtungen, die das natürliche Heilmittel anwenden, gegeben d.h. sie verfügen über ein Heilbad oder eine Kurklinik eventuell über ein Kurhotel. Darüber hinaus sind die infrastrukturellen Bedingungen sowie Gesundungs- und Erholungsmöglichkeiten für Patienten auch gegeben. In Ungarn wurde der Kurort-Status bisher anhand zwei Faktoren, Klima und Heilwasser, verliehen. Eine Prüfung zur Verleihung des Status als Kurort ist in räumlich begrenzten Gebieten, Gemeinden oder Gemeindeteilen durchzuführen, die Kriterien des Qualitätsstandards nach Lärmschutz und Luftqualität erfüllen. Die Erfüllung der Kriterien als Kurort wird vom Staatlichen Amtsärztedienst im 20. Jahr ab dem Inkrafttreten der Verordnung über natürliche Heilmittel des Ministeriums für Gesundheit aus dem Jahre  1999 geprüft.

 

Zuerst wurde Miskolc-Lillafüred im Jahre 1935 für Kurort erklärt, der über den Titel als heilklimatischer Kurort verfügt. Harkány erhielt 1958 den Status als Kurort und existiert als Heilbad. Der Status wurde 2008 erneuert. Zwei Stadtteilen von Sopron wurde früher auch der Rang als Kurort verliehen. Der Stadtteil Balf verfügt über das natürliche Heilmittel des Wassers, das Heilwasser, während Lővérek, ein anderer Stadtteil von Sopron als heilklimatischer Kurort galt. Derzeit werden hier keine medizinischen Therapien durchgeführt.

Kékestető gilt seit 1963 als heilklimatischer Kurort, wo die Staatliche Kuranstalt von Mátra zu finden ist. In den 70-er Jahren wurde der Kurort-Status den Städten Hévíz, Balatonfüred, Parád, Hajdúszoboszló, Zalakaros, Bükfürdő und Debrecen vergeben, dann der Stadt Gyula im Jahre 1984. Fast drei Jahrzehnte danach wurde der Kurort als Institution in den Hintergrund gedrängt. Im Jahre 2010 begann eine neue Epoche in der Verleihung des Status als Kurort in Sárvár. Zwei Gebiete der Stadt mit dem Namen „Arboretum“ und „Gyógyvarázs“ erhielten den Rang eines Kurortes. Danach folgten  Mezőkövesd, Nyíregyháza- Sóstó, Szigetvár und Tapolca. Kiskunmajsa erhielt im Herbst 2015 den Beschluß vom Staatlichen Volksgesundheits- und Amtsärztedienst über die Verleihung des Status als Kurort, Kiskunhalas erhielt es Anfang 2016.

Derzeit werden mehrere Gemeinden einer Prüfung unterzogen, damit sie als Kurort anerkannt werden. Während des mindestens ein Jahre lang andauernden Prozesses werden die Luftqualität und der Lärm in den vier Jahreszeiten gemessen ferner müssen weitere behördliche Prüfungen durchgeführt werden.

Kurorte im Karpatenbecken

 

In Oberungarn sind eher Kurorte mit Vorhandensein natürlicher Heilmittel des Klimas während in Siebenbürgen die des Thermalwassers und des Klimas zu finden. Anfang des 21. Jahrhunderts wurden die Vorteile des Status als Kurort zuerst in Sárvár erkannt und zwei selbständige Gebiete (Arboretum und Gyógyvarázs) wurden 2012 auch als Kurort anerkannt. Danach begann der Prozess zur Anerkennung als Kurort in mehreren Gemeinden, da sich Möglichkeiten in der Siedlungsentwicklung boten. In Transdanubien und in der Ungarischen Tiefebene begann die Anerkennung als Kurort ab 2014 in immer mehreren Gemeinden, als dessen Folge hat Ungarn derzeit 29 Kurorte.

Eine Möglichkeit, Kurorte miteinander zu vergleichen, ist die Prüfung der zur Verfügung stehenden Heilmittel und der Einrichtungen, die diese Heilmittel anwenden. In Ungarn wurden in der Mehrheit Kurorte mit Vorkommen des Thermalwassers errichtet, deshalb gibt es im Land insgesamt drei heilklimatische Kurorte, im Gebirge Mátra, im Gebirge Bükk und im Tapolca-Becken.  In Tapolca wird eine Höhlentherapie eingesetzt. In der früheren Erfassung des Staatlichen Volksgesundheits- und Amtsärztedienstes über Kurorte waren Lővérek, ein Stadtteil von Sopron auch aufgelistet, jedoch erlisch der Status als Kurort mangels Kurmaßnahmen. Die Aufwertung des Images dieser Destinationen begann ab Ende von 1800 besonders auf dem Gebiet von Oberungarn, wo klimatische Kurorte in der Hohen-Tatra dank der Wirkung des Heilklimas in den Bergen errichtet wurden.

Gemäß Verordnung über natürliche Heilmittel des Ministeriums für Inneres Nr. 74/1999 unterscheiden sich folgende natürliche Heilmittel:

  • Thermalwasser,
  • Mineralwasser,
  • Heilhöhle,
  • Moor,
  • Heilklima,
  • Heilgas.

Rangordnung der Kurorte

Während des Vergleichsverfahrens wurde geprüft, wie häufig natürliche Heilmittel in den Kurorten vorkommen, d.h. wie viele Thermalwasserbrunnen, Mineralwasserbrunnen in den einzelnen Siedlungen zu finden sind. Darüber hinaus wurden die Einrichtungen, die natürliche Heilmittel anwenden auch gesammelt. Aus einer Analyse in Ungarn ergibt sich, dass Hajdúszoboszló und Hévíz als bedeutendste Kurorte anhand der Anzahl der natürlichen Heilmittel und der Einrichtungen gelten, wo sich die meisten Kurhotels bei hoher Anzahl von Thermalwasserbrunnen befinden. Die Vergleichsangaben bezüglich der Thermalwasserbrunnen und Mineralwasserbrunnen können von der Wahrheit abweichen, da der Staatliche Volksgesundheits- und Amtsärztedienst die aktuellen Angaben nicht in jedem Fall veröffentlicht, was zu Fehlangaben führen kann.

Hajdúszoboszló verfügt folglich über die meisten natürlichen Heilmitteln unter den Gemeinden mit der Anerkennung als Kurort, wo insgesamt 6 Kurhotels, 2 Heilbäder und ein Moorheilbad zu finden sind. Außerdem gibt es die meisten, insgesamt 8 Kurhotels in Hévíz, wo auch 2 Heilbäder zu finden sind. In Bükfürdő, Sárvár, Zalakaros, Eger, Miskolc (Lillafüred und Tapolca), Mezőkövesd, Sopron, Parád sind sowohl Heilbäder als auch Kurhotels vorzufinden. Damit in einer Siedlung mehrere Heilbäder zu betreiben sind, werden Thermal-, und Mineralwasserbrunnen, die in Hinsicht auf die Betriebssicherheit von großer Bedeutung sind, benötigt. Die Vielfältigkeit der Kurmaßnahmen, Therapien bzw. des Angebots wird durch das gemeinsame Vorkommen verschiedener Heilmittel bestimmt (wie das Thermalwasser, Moor oder Heilhöhle).

 

 






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